Wissenssicherung ein riesiges Projekt? Nicht auf diese Weise
Viele Unternehmen wissen, dass sie etwas für die Wissenssicherung tun müssen. Der Experte, der seit dreißig Jahren an der Linie arbeitet, geht bald in den Ruhestand. Trotzdem wird das Projekt immer wieder verschoben, denn wo fängt man überhaupt an? Und wer hat schon Zeit für ein so großes Projekt? Was viele jedoch nicht wissen: Es kann eigentlich ganz einfach sein. Mit einem kleinen ersten Schritt und einem klar vorhersehbaren Ergebnis. Wir zeigen, wie.
Die Denkweise, die Sie aufhält
Es gibt einen hartnäckigen Gedanken in der Entscheidungsfindung rund um Wissensmanagement: Man kann erst starten, wenn man das Gesamtbild hat. Welche Experten werden benötigt? Welche Abteilungen sind betroffen? Welche Arbeitsstationen sollten erfasst werden? Wie integriert man das Ganze in das MES? Gute Fragen, aber in der Anfangsphase viel zu komplex.
„Gründlich angehen“ ist nämlich nicht dasselbe wie „groß angehen“. Im Gegenteil: Ein großer Ansatz endet oft im Scheitern. Es wird zu umfangreich, zu zeitaufwendig, zu komplex.
Die gute Nachricht ist, dass es deutlich einfacher geht, mit einem kleinen, gezielten Schritt: einem Pilotprojekt. Mit einem Pilot können Sie sich darauf konzentrieren, das Wissen eines Experten zu einem kritischen Prozess festzuhalten. Innerhalb weniger Wochen erkennen Sie, was funktioniert und welchen Mehrwert es für Ihr Unternehmen bringt.
Groß anzugehen bedeutet nicht immer, es gut anzugehen. Im Gegenteil: Dadurch scheitern Projekte häufiger.
Ein Pilot bei ELICIT: so funktioniert es
Die meisten Projekte bei ELICIT beginnen mit einem Pilotprojekt. Das funktioniert so: Ein Wissensanalyst führt im Durchschnitt fünf strukturierte Interviews mit Ihrem Experten. In rund 110 Fragen erfasst der Analyst das Erfahrungswissen des Experten. Die Entscheidungslogik, die Ausnahmen, die subtilen Signale – kurz gesagt: die Vorgehensweise, die ein erfahrener Operator über Jahre entwickelt hat, aber nie aufgeschrieben wurde.
Dieses Wissen wird in ein digitales Wissenssystem überführt. Ein übersichtliches, durchsuchbares und zugängliches Modell auf einem Bildschirm auf der Produktionsfläche. Operatoren finden mit zwei Klicks, was sie brauchen – auch mitten in der Nacht, auch wenn dieser eine Experte im Urlaub ist. Der Zeitaufwand? Etwa zwölf Wochen. Danach können Sie den Effekt direkt messen.
Was Van Merksteijn von einem Arbeitsplatz gelernt hat
Van Merksteijn International, Hersteller von Bewehrungsprodukten und Zaunpanelen in Almelo, begann mit einem Wissenssystem für die Schlatter-Schweißlinie. Nach dem Livegang konnten Operatoren bei Abweichungen selbstständig nachsehen, was los war, ohne den erfahrensten Kollegen anzurufen.
Und das hatte sofort Wirkung. Projektleiter Bülent Simsek: „Wir merken in allem, dass es besser läuft. Es gibt deutlich weniger Stillstand.“ Inzwischen verfügt Van Merksteijn über Wissensdateien für fast alle Produktionsprozesse. Mehr als 150 Mitarbeiter arbeiten damit. Und das begann mit einem einzigen Arbeitsplatz.
„Wir merken in allem, dass es in der Produktion besser läuft. Es gibt deutlich weniger Stillstand. Am Ende ist das das, worauf es ankommt.“
Bülent Șimșek (links im Bild), Projektleiter Van Merksteijn
Was es Ihrem Unternehmen bringt
Unternehmen, die mit einem Pilot starten, bauen diesen fast immer weiter aus. Die Ergebnisse sprechen für sich. Natürlich mit dem wichtigsten Resultat: ein Wissenssystem, das Operatoren jeden Tag dabei unterstützt, Entscheidungen wie ein erfahrener Experte zu treffen. Darüber hinaus gewinnen Unternehmen in kurzer Zeit wichtige Erkenntnisse:
- Sie erkennen, welches Wissen in Ihrem Unternehmen am anfälligsten ist
- Sie sehen, wie Operatoren die Informationen tatsächlich nutzen und was ihnen noch fehlt
- Sie bekommen ein konkretes Bild vom Zeitaufwand, der von Experten erforderlich ist
- Sie bauen interne Erfahrung mit einem Ansatz auf, den Sie anschließend auf andere Maschinen, Abteilungen und Standorte übertragen können
Pilot starten? Nutzen Sie diese drei Kriterien
Wenn Sie unsicher sind, welcher Arbeitsplatz oder Prozess sich am besten für den Einstieg eignet, nutzen Sie diese drei Fragen:
- Wo ist die Abhängigkeit von ein oder zwei Personen am größten?
Dort ist das Risiko am höchsten und der Nutzen am unmittelbarsten spürbar - Wo ist die Einarbeitungszeit für neue Operatoren am längsten?
Wenn jemand zwölf bis achtzehn Monate benötigt, um selbstständig zu arbeiten, liegt dort ein enormes Potenzial - Wo sehen Sie die größte Variation zwischen Schichten?
Inkonsistenz ist ein Zeichen dafür, dass Wissen nicht geteilt wird. Genau dort wird ein Wissenssystem am dringendsten benötigt
Es gibt nur eine echte Voraussetzung
Sie müssen kein großes Budget freigeben, kein IT-Projekt starten und keinen monatelangen Auswahlprozess durchlaufen. Die einzige wirkliche Voraussetzung ist, dass Sie einen Experten im Unternehmen haben, der das Wissen besitzt, das Sie sichern möchten. Der Rest besteht aus Gesprächen, einer strukturierten Vorgehensweise und der Bereitschaft zu starten.
Möchten Sie wissen, welcher Prozess oder welcher Experte sich am besten als Ausgangspunkt eignet?
Nehmen Sie Kontakt für ein unverbindliches Gespräch auf. Gemeinsam schauen wir, wo die größten Risiken liegen und wie ein Pilot diese direkt adressieren kann.