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Warum neue Mitarbeiter auch nach 6 Monaten noch nicht selbstständig arbeiten (und wie Sie das lösen)

Ihr bester Operator wird ständig von neuen Kollegen unterbrochen. Immer dieselben Fragen, immer dieselben Erklärungen. Jedes Mal aufs Neue. Er kommt nicht mehr zu seiner eigentlichen Arbeit – und noch schlimmer: Die neuen Mitarbeiter bleiben von ihm abhängig. Wie entsteht das? Und wie bilden Sie Operatoren zu echter Selbstständigkeit aus? Wir erklären es.

 

 

Warum “Mitlaufen“ oft nicht funktioniert

In den meisten Produktionsbetrieben läuft die Schulung von Operatoren so ab: ein paar Wochen Sicherheit und Basisverfahren, dann monatelanges Mitlaufen bei erfahrenen Kollegen, danach selbstständiges Arbeiten unter Aufsicht. Leider führt das oft nicht zum gewünschten Niveau. Nach Monaten beherrschen sie die Standardverfahren. Aber bei jeder Abweichung, bei jeder Nicht-Standard-Situation rufen sie um Hilfe. Denn durchs Mitlaufen haben sie nur die Verfahren gelernt.

Sie sehen, was der Experte macht: „Er passt die Einstellung an“. Sie sehen nicht, warum: „Weil dieser Rohstoff anders reagiert als der vorherige“. Sie sehen, was passiert: „Er behebt die Störung in 2 Minuten“. Sie sehen nicht, woher er wusste, was zu tun ist: „Durch die Kombination aus Geräusch + Temperatur + Timing erkannte er das Muster“.

Was fehlt 

Was fehlt, ist Entscheidungslogik. Die entsteht dadurch, dass man den Kontext versteht, um selbstständig zu entscheiden:

  • Wann weicht man vom Standard ab?
  • Welche Signale zeigen, dass man eingreifen muss?
  • Ist bekannt, was ein großes und was ein kleines Problem ist?
  • In welcher Situation funktioniert Lösung A versus Lösung B?

Diesen Kontext lernt man nicht in einer Schulung. Man lernt ihn durch Erfahrung. Durch Hunderte von Situationen, in denen man Muster erkennt. Oder: durch Zugang zur Expertise von jemandem, der das bereits erlebt hat.

So lösten sie es: Lemoine Holland

Lemoine Holland, Hersteller von Hygieneprodukten, sammelte die Expertenkenntnis und Entscheidungslogik über ihre Vlieslinien aus verschiedenen Abteilungen. In 3 bis 5 Interviews mit den erfahrensten Experten machten sie explizit:

  • Innerhalb welcher Parameter man nachjustieren muss
  • Mit welcher Schrittgröße (5°C)
  • Was der Effekt ist (5°C ergeben 0,5 mm mehr Vliesstärke)
  • Die Grenzen (min/max 10 Grad um den Rezepturwert)

Diese Kenntnis bündelten sie in einem übersichtlichen Schulungssystem von ELICIT. Das Ergebnis? Operations Manager Berry van de Hoop: „Neue Operatoren können schneller selbstständig arbeiten. Die Einarbeitung dauert deutlich kürzer. Auch die erfahrenen Kollegen sind sehr begeistert. Sie können neues Wissen einfach hinzufügen. Das Ergebnis: Die Qualität des Vlieses hat sich verbessert.“

So lösten sie es: Van Merksteijn International

Bei Van Merksteijn, Hersteller von Zäunen und Baustahl mit 650 Mitarbeitern und einem großen Anteil Leiharbeiter, steckte viel Erfahrungswissen in den Köpfen der Operatoren. Es gab keine einheitliche Arbeitsweise und bei Störungen waren Mitarbeiter von erfahrenen Kollegen abhängig. Auch sie sammelten die Kenntnis und Entscheidungslogik ihrer erfahrenen Experten in einigen Interviews mit ELICIT.

Die Situation heute: Jeder Operator kann einen Prozess wie ein erfahrener Experte beherrschen. Vom Ziehen von Walzdraht bis zur Verzinkungslinie und mehr. Mehr als 150 Mitarbeiter arbeiten mittlerweile mit dem System.

Projektleiter Bülent Şimşek: „Wir sagen untereinander manchmal: ELICIT ist wie Google, man kann die Antwort immer finden. Mit ELICIT haben wir eine Wissensdatenbank, die 24/7 offen ist. Niemand muss auf einen anderen warten, wenn es eine Störung gibt. Wir merken an allem, dass es besser läuft in der Produktion. Es gibt viel weniger Stillstand. Letztendlich geht es ja darum.“

Was das von Ihren Experten verlangt

„Meine Experten haben doch keine Zeit für Interviews?“, hören wir Sie denken. Verständlich. Aber die Praxis ist überschaubar. Der Aufbau eines Schulungssystems erfordert maximal 5 Interviews, verteilt über 2-3 Monate, sodass Experten zwischendurch produzieren können.

Vergleichen Sie das mit jetzt: Ihr bester Operator gibt fortlaufend dieselben Erklärungen. Jede Woche. Jedem neuen Mitarbeiter. Monatelang.

Kurzum: Diese Zeit einmal investieren. Oder weiter wiederholen, jedes Mal wieder.

Und Sie tun es für Ihre Mitarbeiter. Nach diesen Interviews werden erfahrene Experten strukturell weniger unterbrochen. Und diese haben selbst auch etwas davon. Bülent Şimşek von Van Merksteijn: „Auch die erfahrensten Kollegen sagen jetzt: ELICIT ist sehr praktisch. Ich kann mein Wissen jetzt einfach auffrischen.“

Drei Warnsignale, auf die Sie diese Woche achten können

Erkennen Sie das?

  1. Ihre neuen Mitarbeiter sind bei Abweichungen auch nach Monaten noch nicht selbstständig
    Sie beherrschen das Verfahren, können aber nicht entscheiden, wann sie davon abweichen müssen
  2. Ihre besten Operatoren verbringen viel Zeit mit denselben Erklärungen
    Sie sind ständig mit Fragen verschiedener Neulinge beschäftigt.
  3. Sie müssen Wachstum einbüßen, weil Sie keine Schulungskapazität haben
    Jeder neue Auftrag bedeutet neue Leute, aber wer schult sie?

Wenn Sie mindestens eines erkennen, verlieren Sie bereits wertvolle Zeit durch ineffiziente Wissensübertragung bei der Schulung von Operatoren.

Was können Sie tun?

Erkennen Sie die Signale und sind Sie neugierig, was Sie tun können? Vereinbaren Sie ein Kennenlern­gespräch. Wir besprechen Ihre Situation und ob unser Ansatz zu Ihrem Produktionsprozess passt. Keine Verpflichtungen, einfaches Austauschen.

Möchten Sie erst mehr über unseren Ansatz erfahren? Laden Sie das Whitepaper „Vom Operator zum Experten in vier Schritten“ herunter.


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