
Zentrale Herausforderungen eines wachsenden Unternehmens
Ten Cate setzte in den letzten Jahren ein ambitioniertes Wachstums- und Verbesserungsprogramm um – mit klaren Zielen:
Höhere Liefertreue, weniger Stillstand, konstantere Produktqualität sowie bessere Schulung und ein höheres Wissensniveau der Operatoren.
Die Konsequenz: gezielte Investitionen in Effizienz und in Menschen.
Kritisches Wissen im Betrieb
Verbesserung beginnt damit, den Ist-Zustand zu analysieren:
Fachlich-technische Informationen über jede Produktionslinie sind zwar vorhanden – oft in Form umfangreicher Handbücher. Doch jede Abteilung betrachtet den Prozess aus ihrer eigenen Perspektive: Qualitätssicherung, Technik oder Störungsmanagement.
Was in diesen Dokumentationen jedoch fehlt, ist Erfahrungswissen – zum Beispiel:
„Schau bei der ersten Brennstelle nach oben, um zu prüfen, ob das Tuch sauber gespannt läuft.“
Solche Details weiß man nur, wenn man sie über Jahre gelernt hat.
„Hörst du das leise Brummen?“
Viele Operatoren sind seit Jahrzehnten bei Ten Cate tätig. Sie kennen die Produktionslinie wie ihre Westentasche – wissen, wie es riechen, klingen und aussehen muss, wenn alles rundläuft. Dasselbe Erfahrungswissen gibt es auch beim technischen Dienst.
Bei bestimmten Störungen geht es manchmal nur um einen losen Deckel – der muss einfach eingerastet werden.
Man muss es nur wissen.
Wissen und Erfahrung gebündelt
Mark Oude Aarninkhof, Operations Manager bei Ten Cate Protective Fabrics, erzählt:
„Wir wollten ein zentrales Instrument pro Produktionslinie, das alle kritischen Prozessinformationen enthält – inklusive Erfahrungswissen. So kamen wir zu ELICIT B.V., einem echten Spezialisten für Wissenssicherung. Ich kann das aus eigener Erfahrung nur bestätigen.“
Fertig in vier Workshops
Operator und Fachtrainer Bert Bouwhuis arbeitet seit 27 Jahren bei TenCate. Er war von Anfang an in die erste Produktionslinie eingebunden, die Elicit Online dokumentieren sollte. „Wouter Schotborgh von Elicit brachte alle beteiligten Disziplinen zusammen: zwei Operatoren/Ausbilder, einen Technologen, einen Qualitätsspezialisten und zwei Mitarbeiter vom technischen Dienst. Das führte zu interessanten Diskussionen – zum Beispiel darüber, was zu tun ist, wenn einer der Brenner ausfällt. Der Technologe weiß, dass ein langsameres Drehen der Fertigungslinie zu Farbabweichungen im Endprodukt führt. Mein Fokus als Operator liegt jedoch eher darauf, einen Stillstand der Linie zu vermeiden. Welche Auswirkungen unser Handeln auf die Endqualität hat, ist für uns weniger offensichtlich.“
Es dauerte vier Workshop-Sitzungen, aber am Ende stand eine vollständige und klare Übersicht mit den wichtigsten Zusammenhängen zwischen Einstellungen, Maschinenkomponenten und Endqualitäten – inklusive konkreter Anleitungen für Störungen.
Bert Bouwhuis blickt zufrieden zurück: „Unser Fingerspitzengefühl, technisches Wissen und Qualitäts-Know-how sind jetzt an einem Ort gebündelt und für alle zugänglich.“
Ein Tool für Nachschlagewerk, Schulung und Prüfung
Ivo Spaargaren, Operations Director bei Ten Cate Protective Fabrics, bestätigt:
„Ich bin beeindruckt von der Professionalität des Tools und davon, wie gut es die Interaktion zwischen Operator und Information ermöglicht.
Alle Inhalte sind per iPad direkt an der Fertigungsinie verfügbar.
Dank der integrierten Testfunktionen wird das Tool nicht nur als Nachschlagewerk, sondern auch für jährliche Auffrischungen und die Schulung neuer Operatoren genutzt.
So trägt es gleichzeitig zur Effizienzsteigerung und Wissensvermittlung bei.”

